Kernspintomographie / MRT

Die Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT oder im englischsprachigen Raum auch MRI genannt) ist ein Untersuchungsverfahren in der Radiologie, welches an Stelle von Röntgenstrahlen ein Magnetfeld nutzt im Strukturen im Körperinneren darzustellen und um krankhafte Befunde zu erkennen. Es handelt sich um eine schonende Untersuchungsmethode, welche bis auf wenige Ausnahmen keine Nebenwirkungen zeigt.

Funktionsweise
Bei einer kernspintomographischen Untersuchung wird mit einem Magnetfeld und mit Radiowellen gearbeitet. Es werden bestimmte Atomkerne, die im menschlichen Körper natürlicherweise vorkommen – Wasserstoffkerne – angeregt und gleichmäßig ausgerichtet. Die Radiowellen führen zu einer Anregung dieser Atomkerne. Durch diese Anregung und das Schwingen werden Signale ausgesendet, die wiederum gemessen und durch ein kompliziertes Rechnungsverfahren in einem Computer digitalisiert und anschließend als Bild dargestellt werden.

Mit einer Kernspintomographie werden genaue – anatomische Bilder des Kopfes – des Gehirns – der Wirbelsäule – des Rückenmarks – der Blutgefäße sowie auch der inneren Organe und insbesondere auch der Gelenke dargestellt. Kleinste krankhafte Veränderungen oder Details innerhalb der untersuchten Körperregion werden dargestellt, die sich zum Teil mit der Röntgendiagnostik, der Computertomographie oder mit der Ultraschalluntersuchung nicht darstellen lassen. Fragliche Befunde aus diesen Bereichen werden in ihrer Bewertung weiter differenziert. Mitunter kann aber auch eine Kernspintomographie in Ergänzung mit einer Computertomographie genauere Klärung der Erkrankung bringen.

Risiken
Es gibt sogenannte Kontraindikationen, Patienten mit einem Herzschrittmacher oder einem Metallsplitter unklarer Lokalisation (z.B. nach Kriegsverletzungen) sollen nicht untersucht werden. Im letzteren Fall sollten sie mit dem untersuchenden Arzt sprechen.


Weitere Informationen unter → www.wikipedia.de